Grundlagen des Content MarketingsRatgeber
E-E-A-T: Erfahrung und Vertrauen in Inhalten zeigen
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trust, also Erfahrung, Sachkompetenz, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google nutzt den Begriff in seinen Hinweisen und in den Richtlinien für Qualitätsbewerter; Vertrauen gilt dabei als wichtigster Teil. E-E-A-T ist laut Google kein einzelner Rankingfaktor, aber Google nutzt Signale, die Inhalte mit hohem E-E-A-T erkennen.

Wer sich mit Content Marketing und Suchmaschinen beschäftigt, stößt schnell auf das Kürzel E-E-A-T. Es stammt von Google und beschreibt, woran sich erkennen lässt, ob man einem Inhalt und seinem Verfasser trauen kann. Dieser Ratgeber erklärt die vier Buchstaben nach Googles eigenen Texten, zeigt, was E-E-A-T für das Ranking bedeutet und was nicht, und gibt Hinweise, wie du Erfahrung und Fachwissen in deinen Inhalten sichtbar machst.
Was die vier Buchstaben bedeuten
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trust. Ursprünglich hieß das Konzept E-A-T; im Dezember 2022 ergänzte Google in den Richtlinien für seine Qualitätsbewerter ein zusätzliches E für Erfahrung [1]. In seinen deutschen Hinweisen zu hilfreichen Inhalten spricht Google von Erfahrung, Sachkompetenz und Vertrauenswürdigkeit [2].

Die Richtlinien für Qualitätsbewerter in der Fassung vom 11.09.2025 beschreiben die Begriffe so [3]:
| Buchstabe | Worum es geht | Beispiel aus den Richtlinien |
|---|---|---|
| Experience (Erfahrung) | ob der Verfasser die nötige eigene Erfahrung aus erster Hand oder aus seinem Leben mitbringt | Produkttest von jemandem, der das Produkt selbst benutzt hat |
| Expertise (Sachkompetenz) | ob der Verfasser das nötige Wissen oder Können für das Thema hat | Rat zur Elektroinstallation von einem fachkundigen Elektriker |
| Authoritativeness (Autorität) | ob der Verfasser oder die Website als maßgebliche Anlaufstelle für das Thema bekannt ist | die offizielle Behördenseite zum Reisepass |
| Trust (Vertrauen) | wie genau, ehrlich, sicher und verlässlich die Seite ist | sichere Zahlung und verlässlicher Kundendienst bei Onlineshops |
Vertrauen steht laut den Richtlinien in der Mitte und ist der wichtigste Teil: Eine Seite, der man nicht trauen kann, hat ein niedriges E-E-A-T, gleich wie erfahren, fachkundig oder angesehen sie wirkt [3]. Google schreibt in seinen Hinweisen ebenso: "Von diesen Aspekten ist Vertrauenswürdigkeit am wichtigsten." [2]
Ist E-E-A-T ein Rankingfaktor?
Google beantwortet die Frage selbst. E-E-A-T ist kein spezifischer Rankingfaktor; Google nutzt aber eine Mischung von Faktoren, mit denen sich Inhalte mit hohem E-E-A-T erkennen lassen [2]. Google schreibt, die Systeme gewichteten Inhalte mit einem hohen Grad von E-E-A-T bei Themen wie Gesundheit, finanzielle Stabilität, Sicherheit von Menschen oder Wohlergehen der Gesellschaft noch stärker [2].
Die Qualitätsbewerter, die nach den Richtlinien arbeiten, beeinflussen das Ranking einzelner Seiten nicht [2]. Ihre Bewertungen messen, wie gut die Suchsysteme hilfreiche Inhalte liefern, und dienen als Beispiele, um die Systeme zu verbessern [3]. Die Richtlinien beschreiben, woran Bewerter die Vertrauenswürdigkeit einer Seite einschätzen. Google schreibt selbst, sie könnten Erstellern helfen, die eigenen Inhalte einzuschätzen [1]. Wie das Ranking insgesamt zustande kommt, erklärt So entscheidet Google über das Ranking auf seo.domain-root.de.
YMYL: wo die Anforderungen höher sind
YMYL steht für "Your Money or Your Life". Die Bewerterrichtlinien meinen damit Themen, bei denen Inhalte die Gesundheit, die finanzielle Stabilität oder die Sicherheit von Menschen oder das Wohl der Gesellschaft erheblich beeinträchtigen können [3]. Sie unterscheiden vier Gruppen: Gesundheit und Sicherheit, finanzielle Sicherheit, Staat, Bürgerschaft und Gesellschaft, etwa Informationen zu Wahlen, und sonstige Themen, die Menschen schaden können [3]. Als Beispiele nennen sie unter anderem die Anzeichen eines Herzinfarkts, Geldanlage und die Frage, wer wählen darf [3].

Bei YMYL-Themen unterscheiden die Richtlinien zwischen Erfahrung und Fachwissen. Seiten, die Lebenserfahrung aus erster Hand zu eindeutigen YMYL-Themen teilen, etwa zu schwierigen Lebenslagen, können ein hohes E-E-A-T haben, solange der Inhalt vertrauenswürdig und sicher ist und dem etablierten Expertenkonsens entspricht [3]. Manche Arten von YMYL-Informationen und -Ratschlägen müssen nach den Richtlinien dagegen von Fachleuten kommen, etwa zu Schlafmitteln, die in der Schwangerschaft sicher sind, oder zu den Behandlungsmöglichkeiten bei Leberkrebs und den damit verbundenen Lebenserwartungen [3].
Erfahrung sichtbar machen
Erfahrung lässt sich an Dingen zeigen, die jemand selbst getan oder erlebt hat. Google nennt im Beitrag zur Einführung des zweiten E als Beispiele die tatsächliche Nutzung eines Produkts und den Besuch eines Ortes [1]. Als Hinweise auf Erfahrung eignen sich konkrete Einzelheiten, die nur jemand kennen kann, der dabei war:

- eigene Fotos von Arbeitsschritten, Produkten oder Orten statt Bildern aus Datenbanken
- Messwerte, Zeiten und Kosten aus eigenen Projekten, mit Angabe, wann und unter welchen Bedingungen sie entstanden sind
- Fehler und Umwege, die bei der eigenen Arbeit aufgetreten sind, und wie sie gelöst wurden
- die Fragen, die Kunden in Gesprächen tatsächlich stellen
Solche Angaben müssen stimmen. Wer Erfahrung erfindet, verliert genau das Vertrauen, um das es bei E-E-A-T geht. Wie du dabei ehrlich bleibst, beschreibt Glaubwürdige Inhalte: Ethik im Content Marketing.
Sachkompetenz und Ruf belegen
Die Bewerterrichtlinien nennen drei Quellen, aus denen sich E-E-A-T einschätzen lässt [3]:
- was die Website oder der Verfasser über sich selbst sagt, etwa auf einer Seite "Über uns" oder einem Autorenprofil
- was andere über die Website oder den Verfasser sagen, etwa in unabhängigen Bewertungen, Verweisen und Nachrichtenartikeln
- was auf der Seite selbst zu sehen ist, im Hauptinhalt ebenso wie in Bewertungen und Kommentaren
Für die eigene Website heißt das: Eine Über-Seite, die sagt, wer hinter dem Angebot steht, und Autorenangaben mit nachprüfbarem Hintergrund sind ein naheliegender Ausgangspunkt. Google fragt in seinen Hinweisen, ob die Informationen vertrauenerweckend präsentiert werden, etwa mit eindeutigen Quellen, Nachweisen der Fachkompetenz und Hintergrundinformationen zum Autor oder zur Website [2]. Dazu kommen Belege im Text selbst: Quellen für Zahlen, richtig verwendete Fachbegriffe und Hinweise auf Grenzen der eigenen Aussage.
Bei Themen, die Fachwissen verlangen, kann eine zweite Person helfen, die den Text fachlich prüft. Steht diese Prüfung mit Namen und Qualifikation auf der Seite, erkennt der Leser, wer für die fachliche Richtigkeit einsteht. Das setzt voraus, dass die Prüfung tatsächlich stattgefunden hat.
Die Richtlinien warnen auch vor Interessenkonflikten. Erfahrungsberichte von Menschen, die ein Produkt besitzen, können sehr wertvoll sein; "Bewertungen" des Herstellers oder eines bezahlten Influencers sind wegen des Interessenkonflikts weniger vertrauenswürdig [3]. Wer über eigene Produkte schreibt, sollte das deshalb offen sagen.
Wer, wie und warum
Google schlägt vor, Inhalte im Hinblick auf "Wer, wie und warum" zu bewerten [2]. Wer: Es soll klar sein, wer einen Inhalt erstellt hat; Google empfiehlt Verfasserzeilen dort, wo Leser sie erwarten. Wie: Leser sollen nachvollziehen können, wie ein Inhalt entstanden ist, bei Produkttests zum Beispiel, wie viele Produkte getestet wurden und wie. Warum: Ein Inhalt soll in erster Linie Menschen helfen und nicht vor allem Besuche über Suchmaschinen bringen.
Das Erstellen von Profilen mit KI-generierten Porträtfotos, erfundenen Namen oder falschen Referenzen, damit Inhalte aussehen, als wären sie von menschlichen Experten verfasst worden, bezeichnet Google als eine Form der Täuschung [2]. Die Bewerterrichtlinien nennen erfundene Autorenprofile und falsche Angaben zu Qualifikationen, etwa wenn sich jemand fälschlich als medizinische Fachkraft ausgibt, als Beispiele für täuschende Angaben über eine Website [3]. Zum Einsatz von KI schrieb Google im Februar 2023, der Fokus liege auf der Qualität von Inhalten und nicht darauf, wie sie produziert werden; Automatisierung, die vor allem das Ranking manipulieren soll, verstößt gegen die Spamrichtlinien [4]. Wie du Texte aus KI-Werkzeugen prüfst, steht in KI-Texte prüfen und überarbeiten.
Warnzeichen für Inhalte, die vor allem für Suchmaschinen gemacht sind
Google stellt in denselben Hinweisen Fragen, bei denen ein Ja ein Warnzeichen dafür ist, dass die Art der Inhaltserstellung neu bewertet werden sollte [2]. Drei davon: Wird das Datum einer Seite geändert, damit sie aktuell wirkt, obwohl sich der Inhalt nicht wesentlich geändert hat? Fasst der Inhalt vor allem zusammen, was andere sagen, ohne etwas hinzuzufügen? Wird ein Nischenthema ohne echtes Fachwissen behandelt, vor allem weil man sich Besucher erhofft? [2] Wer solche Fragen ehrlich mit Ja beantwortet, findet dort die ersten Ansatzpunkte für die Überarbeitung.
Autorenangaben und strukturierte Daten
Für Artikel können Autorenangaben auch maschinenlesbar hinterlegt werden. Google beschreibt dafür in der Dokumentation zu strukturierten Daten für Artikel einige Regeln [5]:
- Jeder Autor, der auf der Seite genannt wird, gehört auch ins Markup, mehrere Autoren jeweils in ein eigenes Feld.
- In das Feld für den Namen gehört nur der Name; Berufsbezeichnung oder Verlag stehen in eigenen Eigenschaften wie jobTitle oder publisher.
- Eine URL oder sameAs-Angabe soll den Autor eindeutig identifizieren, etwa eine Autorenseite oder ein Profil in einem sozialen Netzwerk.
- Für Personen gilt der Typ Person, für Organisationen der Typ Organization.
Pflichtangaben gibt es für dieses Markup nicht; Google empfiehlt die Eigenschaften, die auf den jeweiligen Inhalt zutreffen [5]. Strukturierte Daten helfen Google, die Angaben auf der Seite richtig zuzuordnen. Wie Schema.org-Markup eingebaut wird, erklärt Strukturierte Daten mit Schema.org auf seo.domain-root.de.
- Organisation Our latest update to the quality rater guidelines: E-A-T gets an extra E for Experience. Google Search Central Blog. Stand 15.12.2022. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation General Guidelines (Search Quality Rater Guidelines). Google. Stand 11.09.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Leitfaden der Google Suche zu KI-generierten Inhalten. Google Search Central Blog. Stand 08.02.2023. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Artikel (Article, NewsArticle, BlogPosting). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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